Nachthajk des Juffitrupp Rotes Rudel:

Dieses mal wählten wir einen kürzeren Weg als den Hinweg. Am Pfarrheim angekommen, erfuhren wir, dass bevor es nach Hause geht, die Zeltplanen gereinigt und das Allgemeinmaterial weggeräumt werden muss. Gegen Mittag waren wir alle fertig und warteten auf die Eltern, die uns abholen sollten.

Wobei jeder von uns, gerne noch viel länger geblieben wäre.

Endlich dachten wir es geht los. Aber wir hatten uns geirrt, denn dem war nicht so. Es wurden noch ein paar Infos zu dem Hajk gegeben, die Rucksäcke richtig eingestellt und dem Gewicht des jeweiligen Kindes angepasst. Somit brauchte auch jeder nur soviel tragen wie er konnte / durfte. Als wir dann mit allem fertig waren, packten wir unsere Gruppenfahne aus und befestigten sie an einem Stab.
Voller Stolz und Aufregung ging es los und nach 500 m hatten wir auch schon die ersten Rucksackprobleme. Alles war viel schwerer als erwartet. Nach einer kurzen Pause und einer Rucksackänderung ging es dann weiter den Weg entlang. Vorbei an Feldern und Wiesen, immer weiter gerade aus. Um uns herum wurde es immer dunkler und kälter und die Sterne strahlten vom Himmel auf uns zu. Nach ca. 3 km wurde es Zeit für eine kleine Kekspause und danach ging es gleich doppelt so schnell weiter. Die letzten paar Meter, waren so lange, dass wir uns wünschten schon am Lagerfeuer sitzen zu können. Gegen 11.00 Uhr fanden wir jedoch unser Ziel für diesen Abend, auf einer Wiese hinter Rauschendorf. Nach kurzen Absprachen begannen wir mit dem Zeltbau.

Durch die Kälte dauerte alles 3 mal so lange, so dass wir uns die Finger zwischendurch an der Laterne wärmten. Gegen Mitternacht stand dann das Zelt endlich und wir begannen mit der Aufteilung für die Nacht, während unsere Leiter Feuer machten und den Tschai vorbereiteten. Gerade hatten wir es uns gemütlich gemacht, da scheuchten unsere Leiter uns auf, um Stöcke für das Abendessen zu suchen. Also mussten wir wieder raus in die Kälte.

Der heiße Tschai und der Geruch von Stockbrot und die Bratwürstchen ließen die Anstrengungen und Strapazen von der Wanderung und den Zeltaufbau schnellsten vergessen. Nach dem ausgiebigen Essen fielen wir todmüde in die Schlafsäcke, in denen wir sofort einschliefen.

Nach langen warten war es dann soweit, der erste „Hajk“ stand vor der Tür. Voller Aufregung und Erwartungen trafen wir uns am Stieldorfer Pfarrheim, denn was uns erwartet bzw.
wo es hinging wusste keiner so recht. Doch bevor es losging, durften wir alle unsere Rucksäcke auspacken und unter Anleitung wieder packen, damit auch das Allgemeinmaterial Platz finden konnte.
Genauso wie unsere Gruppenfahne, gingen wir das Erste mal auf einen Hajk.
Mit dem Aufbruch dunkelte es schon und wir zogen uns warm an, griffen nach den Rucksäcken, was jetzt nicht mehr schnell genug gehen konnte.
Am nächsten morgen wurden wir vom blitzen der Kamera geweckt und schauten uns müde um. Nachdem uns die Leiter dann aus den Schlafsäcken hatten, fingen wir mit dem Zubereiten des Frühstückes an. Nun da es an der Zeit war um aufzubrechen, wünschten wir uns, noch länger bleiben zu können. Aber nach dem Frühstück kam die allgemeine Aufbruchstimmung und es wurde gepackt, das Zelt abgebaut und zuletzt das Allgemeinmaterial verteilt. Nun da alle Reste des Vorabends beseitigt waren, trugen wir unsere Fahne wieder in Richtung Stieldorf, zum Pfarrheim zurück.