Georgstag 2004

Endlich war es wieder soweit, der Georgstag stand vor der Türe und damit auch die jährliche Versprechensfeier.
So gegen 19.00 Uhr traf sich der ganze Stamm am Stieldorfer Pfarrheim. Nach einigen Klärungen mit den Eltern und den Kindern bezüglich des Abends und der Anreise am nächsten morgen, ging es dann endlich los. Uns viel auf, dass zwei unserer Leiter plötzlich nicht mehr da waren. Darüber zerbrachen wir uns aber nicht weiter den Kopf, da wir viel zu aufgeregt waren, was uns an diesem Abend so erwartet.
Endlich ging es los. Wir nahmen unsere Rucksäcke und begannen die anstehende Wanderung in Angriff zu nehmen.
Die Aufregung in uns stieg mit jedem Schritt immer mehr an, da keiner von uns wusste wo es hin ging bzw. wie lange wir wandern würden. Dieses mal konnte auch keiner von uns heraus finden wer an dem heutigen Abend sein Versprechen ablegen würde. Und unsere Leiter weigerten sich strickt, uns irgendeine Information zu dem Abend zu geben.
Mit der Zeit wurde es immer dunkler und wir machten halt. Zwei Stunden waren wir bestimmt schon unterwegs. Ganz überrascht waren wir als unsere Leiter Fackeln aus einem der Rucksäcke holte, anzündete und jedem von uns eine gab.
Wir bekamen die Aufgabe den Rest des Weg ganz still zu sein und unsere Umgebung mit all ihren Geräuschen wahr zu nehmen. Dabei sollten wir uns Gedanken zum
„ Pfadfindersein“ und zum Versprechen machen.
Es dauerte nicht mehr lange und wir kamen an eine Wiese mit einer Jurte in der Mitte. Die Fackeln wurden gelöscht, die Rucksäcke im Zelt verstaut und da tauchten auch plötzlich die zwei fehlenden Leiter auf.
Man führte uns um das Zelt und an diesem geheimnisvollen Ort fanden wir unser wehendes Banner zwischen den Bäumen und Sträuchern. Drum herum waren Fackeln aufgestellt und keiner von uns traute sich etwas zu sagen.
Wer von uns am Aufgeregtesten war, als wir alle beieinander im Kreis standen, konnte keiner sagen. Nach einigen ermutigenden Worten begann die Versprechensfeier. Es wurde zuerst ein Roververprechen, dann vier Pfadfinderversprechen und zuletzt neun Jungpfadfinderversprechen abgelegt.
Jeder von uns wurde nacheinander aufgerufen und sagte folgendes:

„ Ich verspreche bei meiner Ehre als Pfadfinder, allen Menschen hilfreich zu sein, mein Bestes zu tun und nach den Pfadfindergesetzten zu leben.“

Nach dem Versprechen waren wir so richtig Stolz.

Nun wurden in der Jurte die Schlafplätze eingerichtet, Feuer entzündet und das Essen vorbereitet. Noch bevor das Essen fertig war, schliefen einige von uns schon, da es schon weit nach Mitternacht war.
Der Teil von uns, der noch nicht schlief aß noch etwas und verkroch sich nach einer kurzen Gesprächsrunde in den Schlafsack.
Am nächsten Morgen schauten die Leiter nacheinander in eines der müden Gesichter der Kinder, die so langsam wach wurden. Wir fingen an die Reste des Vorabend zu beseitigen, um Platz für das Frühstück zu schaffen. Ellen hütete für uns die geschnittene Salami vor den hungrigen Kindern bis es Frühstück gab. Vom Christopher S. bekamen wir auf die Melodie von „ We will rock you“ ein Morgengebet gesungen, bei dem alle von uns mit Begeisterung beim Klatschen und Klopfen mit einstiegen. Danach begann der allseits beliebte Frühstückslärm und jeder griff nach den frisch gebackenen Brötchen, die der Bernd kurz zuvor für uns besorgt hatte.
Jetzt da jeder gut gefrühstückt hatte, packte jeder von uns seinen Rucksack, suchte seine Sachen und trug sie nach draußen. Gemeinsam wurde das Zelt abgebaut und die Reste des Vorabends und der Nacht beseitigt. Nachdem alles erledigt waren, fuhr ein Teil der Leiter das Material zum Pfarrheim und der Rest von uns lief zu Fuß hinterher. Am Pfarrheim angekommen, wurde alles ausgepackt und einige Eltern warteten schon auf ihre Kinder.
Die meisten von uns wären gerne noch viel länger geblieben, anstatt mit den Eltern nach Hause zu fahren.