Am 29 09.2002 machten sich zwei hilfsbereite Pfadfinderstämme auf den Weg ins weit entlegene Eilenburg in Sachsen, um dort nach der verheerenden Flutkatastrophe beim aufräumen und saubermachen zu helfen.

Fluthilfe 2002:

Samstagsmorgens mit schwerem Gerät bewaffnet, gingen wir an´s Werk.Wir fingen mit der Werkstatt für Behinderte an und räumten den Keller aus. Dies stellte größere Ansprüche, da es dort zusätzlich zu dem ganzen Müll noch eine Menge Schlamm gab, der das ganze Gewicht der zu tragenden Kisten und Möbel noch in die Höhe trieb. Insgesammt füllten wir einen 40m³ Container mit Schrott und Dreck. Dies war kurz nach dem Mittagessen erledigt, und wir fuhren dann der zweiten Gruppe zur Verstärkung hinterher! Diese waren schon Morgens in eine kleine Siedlung gefahren, um dort Putz von den Wänden zu hauen. Bis ca 18Uhr waren wir dort noch beschäftigt! Wir rissen noch ein kleines Gartenhäuschen, leider aus Steinen gemauert, ein und verluden den Schut zusammen mit dem Putz in einen Kontainer. So gegen 19Uhr 30 begannen wir nach einer heißen Dusche den gemütlichen Teil des Abends mit essen, singen und entspannen.
Am Nächsten morgen machten wir uns, wieder in zwei Gruppen aufgeteilt, an die Arbeit.. In einer Laubensiedlung mussten zwei Lauben, teils aus massiven Steinmauern dem Erdboden gleich gemacht werden und der Schutt entsorgt werden. Leider hatten wir hier keinen Strom und auch keine Boschhämmer zur Verfügung, da diese in der zweiten Gruppe unterwegs waren, um in einem Mehrfamilienhaus ein paar Wohnungen von verschimmeltem Putz zu befreien.
So gegen 14Uhr machten wir allerdings schluss, da wir ja noch eine lange Heimreise vor uns hatten! Noch kurz unter die Dusche und dann ab ins Auto. 9 Stunden saßen wir im Auto bis wir endlich spät in der Nacht zu Hause ankamen. Jeder von uns fiel an diesem Abend nur noch totmüde ins Bett.

Als Danke schön für unsere freiwillige Mithilfe bekamen wir von der Stadt noch eine Ehrenauszeichnung.
Alles in allem war dies ein arbeitsreiches Wochenende, was uns sehr viel Spaß und Erfahrung bereitet hatte und uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Man hat sich am Freitag Nachmittag in voller Arbeitsmontur vor dem Pfadfinderheim in Sankt Augustin bei dem befreundeten Pfadfinderstamm, Rote Corsaren, aus dem Deutschen Pfadfinderbund Mosaik getroffen. Dort wurden die letzten Informationen ausgetauscht und dann ging es auch schon los.
Nach einigen Stunden Stau erreichten wir weit nach Mitternacht unsere Unterkunft in der Aula einer Grundschule. Ziemlich alt aber dennoch sehr gemütlich. Der nächste Tag brachte uns einiges an Arbeit, was wir spät am Abend an unseren eigenen Knochen zu spüren bekamen. Die Stadtverwaltung hatte uns für dieses Wochenende mit jede Menge Aufträgen versorgt.